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02.12.12 22:13 Alter: 6 yrs

Der Aspekt Gewaltschutz wurde im Familienrecht 2013 nicht berücksichtigt.

 

Linz (OTS) – Zur Zeit wurde das Thema Gewalt durch eine Vielzahl von mit Steuergeldern finanzierte Kampagnen des Frauenministeriums in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Bei näherem Hinsehen geht es aber offensichtlich nicht um das Thema Gewalt, sondern um eine im Zuge der Familienrechtsreform „nützliche“ pauschale Kriminalisierung der Männer. Würde es tatsächlich um ernst gemeinten Gewaltschutz gehen, würde nicht die weibliche Seite der Gewalt konsequent ausgeblendet werden, würde nicht auf den Plakaten der Kampagne die Nummer einer Frauenhelpline sondern die einer unabhängigen Gewalthelpline stehen.

 

Die in den Kampagnen heran gezogenen Zahlen über weibliche Opfer und männliche Täter sind nicht weiter verwunderlich, welche Zahlen soll es sonst geben, wenn alle Helplines für Frauen nur die Rolle des Opfers und die für Männer nur die des Täters vorsehen?

Wirft man jedoch eine Blick in die Studie des Deutschen Soztialministeriums „Gewalt gegen Männer in Deutschland“, so eröffnet sich ein neues Bild, „Jedem vierten Mann widerfuhr einmal oder mehrmals mindestens eine Akt körperlicher Gewalt durch die jeweils aktuelle Partnerin.“. Obwohl rund ein fünftel der Betroffenen Angst hatte lebensgefährlich verletzt zu werden, erstattete kein einziger Anzeige. Der wichtigste Grund für das Schweigen, ist neben Stolz die Angst vor Rache und dem damit verbundenen Entzug der Kinder.

 

Ermöglicht wird diese Erpressbarkeit, durch ein ein Familienrecht mit einem übermächtigen (hautpsächlich Betreuenden Elternteil), dem der andere Elternteil auf gedei und verderb ausgeliefert ist, der sogar wie im neuen Familienrecht vorgesehen durch Verzug jegliche gerichtliche Regelung ausheben kann.

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Beatrix-Karl, das Familienrecht im vorliegenden Entwurf macht einen Elternteil zum erpressbaren, schweigenden Gewaltopfer. Auch Männer haben laut Verfassung ein Recht auf Schutz vor Gewalt, auch Männer haben laut Menschenrechtskonvention ein Recht auf Familienleben. Wir ersuchen sie den aktuell vorliegeden Familienrechtsentwurf noch einmal zu überdenken.

 

Sehr Abgeordneter zum Nationalrat, wenn sie mit ihrer Stimme den vorliegenden Entwurf des Familienrechts Gesetz werden lassen, stimmen sie für häusliche Gewalt, stimmen sie für die Legitimation der Gewalt an Männern.

 

 


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