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20.02.15 19:41 Alter: 3 yrs

Wirtschaftsblatt -Unterhalt: Teure Gutachten benachteiligen Selbstständige

 

Betreiber von EPU und KMU haben bei Unterhaltsstreitigkeiten mehr Kosten als Unselbstständige zu tragen. Das Vorurteil, dass Unternehmer gut verdienen, stimmt oft nicht.

Wien. „Ich muss jedes Jahr ein Gutachten für bis zu 7000 € anfertigen lassen“, empört sich ein EPU-Betreiber und Vater eines 18-Jährigen gegenüber dem WirtschaftsBlatt: Wie bereits im RechtsBlatt berichtet, wird im Vorfeld der WKO-Wahlen über die Diskriminierung von KMU- und EPU-Betreibern bei Unterhaltsstreitigkeiten diskutiert.

Einerseits geht es wie berichtet um das Anspannungsprinzip: Dieses bedeutet, dass ein Elternteil, wenn er wenig verdient, so viel Unterhalt zahlen muss wie bei einem Verdienst, den er etwa als Unselbstständiger erzielen könnte. „Eine Anspannung jenseits des Regelbedarfs eines Kindes ist abzulehnen“, wettert etwa Christian Ebner von freemarkets.at.

Andererseits sind bei Unterhaltsstreitigkeiten Gutachten ein nicht unwichtiger Punkt. Arbeiter und Angestellte können leicht nachweisen, was sie verdienen. Bei Betreibern von EPU oder KMU sind die Einkünfte aber volatil. Die Folge: Das Gericht verlangt ein Gutachten, das mehrere tausend € kostet, um zu eruieren, wie viel der Unternehmer verdient. Im Fall des oben zitierten Vaters weigerte sich etwa der – laut seinen Aussagen im Umgang eher ruppige – Rechtspfleger eines Bezirksgerichts, die Buchhaltung anzunehmen. Stattdessen musste er das teure Gutachten zahlen, obwohl er nachweislich im Schnitt 1500 € verdient (und trotzdem „angespannt“ wurde).

 

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