Kallisto schrieb:
Stinkstiefelmama schrieb:
Damit ich mir eine Vorstellung vom Besuchscafe machen kann:
...
*Wie rennt das dort ab?
Dort rennt gar nichts. Man könnte es mit einer Seifenoper im Fernsehen vergleichen. Aber natürlich freut man sich sein sein Kind sehen zu können.
*Kostet das was?
Natürlich kostet das was. Zwischen 40 und 55 Euro die Stunde. Also bei 2Std/woche 400-550 Euro pro Monat, also neben Alimente fast nicht leistbar, zumindest nicht für die meisten.
Ausserdem muss man sich meist Urlaub nehmen z.B. Termin am Dienstag um 10:30h
*Wer kommt für die Kosten auf?
Na wer sollte aufkommen? der Vater natürlich, wer denn sonst.
*Was passiert in einem Besuchscafe?
gar nichts
*Was kann der Vater dort alles mit dem Kind machen?
je nach Vaters Kreativität etwas mehr oder weniger als nichts
*Wie nähert sich Vater und Kind an?
Warum annähern? Das Kind springt einem sowieso sofort um den Hals, besonders wenn es bereits an Vaterverlust leidet.
*Wie lange haltet sich das Kind dort auf?
Solange man sich das leisten kann und Geld einwirft, darf man sein Kind sehen.
*Und begegnet man dann auch den Ex-Partner?
Wie man will. Kinder werden jedenfalls bei derart kranken Übergaben psychisch gestört.
*Muss man dort mit dem Ex-Partner reden?
Wie man will.
*Kann man gezwungen werden mit dem Ex-Partner zu reden?
Wer sollte jemanden zu soetwas zwingen können, allerdings würde ich mir an Deiner Stelle einen Mediationstermin ausmachen, klingt ja furchtbar.
*Wer macht die Termine aus?
Besuchscafe Vater Mutter. Geht natürlich auch telefonisch.
*Was, wenn ein Termin vom einen oder anderen nicht eingehalten werden kann, aus beruflichen Gründen oder aus gesundheitlichen Gründen?
Was soll dann sein. Sieht das Kind seinen Vater halt nicht, wem kümmerts.
*Bekommt man dann Ersatztermine?
nächster Termin.
*Muss man für abgesagte Termine zahlen?
Nein, nicht wenn rechtzeitig, wär ja noch schöner.
*Wie ist das bei Nichterscheinen?
Muss man zahlen.
*Wie lange geht man in so ein Besuchscafe, bis man normale Besuche des Kindes haben kann?
Meist geht ohnehin das Geld aus.
*Was muss ein Vater dort überhaupt machen um zu "entsprechen"?
Am besten seine Gosche halten und alles runterwürgen und hoffen es kommt nicht unerwartet hinauf.
*Wird das alles dokumentiert und beobachtet?
Angeblich ja.
*Wie ist das für Vater und Kind?
Beschissen, wie sollte es sonst sein.
Aber glaub mir die meisten Väter halten das sowieso nicht lange durch. Weder nervlich noch finanziell. Irgendwie ist es ja pervers um sein eigenes Kind sehen zu können beinahe einen Euro pro Minute zu bezahlen bis der Vorhang wieder runtergeht.