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Ich bin Vater - Mein Weg ohne Gerichte und offiziellen Rechte

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Verfasst am: 24. 07. 10 [18:05]
Thomas4
Dabei seit: 12.07.2010
Beiträge: 7
Ich bin Vater meines mittlerweile 12 jährigen Sohnes und habe weder das Sorgerecht /Obsorge noch das Besuchsrecht.

Ich habe in einer Lebensgemeinschaft /Partnerschaft gelebt, wir waren nicht verheiratet. (es gab von Anfang an sehr viele Konflikt und es war sehr turbulent). Nach der Geburt unseres Sohnes hat es damit begonnen, daß ich die Vaterschaft anerkannt habe und mich entschieden habe Vater zu sein. Ca. 1 Jahr danach habe ich mich von meiner damaligen Lebensgefährtin getrennt und bin ausgezogen und habe mich entschieden trotzdem Vater zu sein.

Am Anfang nach der Trennung waren natürlich große verletze Gefühle im Spiel. Einige Gespräche bei Elternberatung /Jugendamt und mit Therapeuten schafften Klarheit und Entspannung.(Mediation)-> Erkenntnis: Es geht jetzt um das Wohl des Kindes und nicht um persönliche Themen.
Es half vor allem folgende Sicht:
http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/foq1-1.jpg
Es gibt 3 Beziehungen.
Nach der Trennung Frau-Mann bleibt trotzdem immer die Beziehung Mutter-Vater bestehen, auch wenn das mancher Elternteil nicht trennen kann oder will.
-> Kinder sind kein Eigentum! - Sie sind eigene Persönlichkeiten und brauchen "gute" Beziehungen zu zumindest einer männlichen und einer weiblicher Bezugsperson.
-> Ein Kind braucht seine Mutter und seinen Vater und hat auch das Recht darauf.
Das hat auch die Mutter verstanden und nachvollziehen können.
Meine Verantwortung liegt vor allem in der Beziehung Vater-Kind und auch in der Beziehung Vater-Mutter.

Ich hatte große Angst die Beziehung zu meinem Sohn zu verlieren und gab daher die Verantwortung nie aus der Hand. Ich/Wir haben selbst gestaltet - im Rahmen der Möglichkeiten.-> Ich wollte niemals, daß Fremde wie Jugendamt, Sozialarbeiter und Gerichte entscheiden, was für meinen Sohn gut ist. und habe daher auch kein Besuchsrecht beantragt sondern versucht immer mit der Mutter eine Regelung für unseren Sohn zu finden.

Ich habe ihr meine Verletztheit und Betroffenheit gezeigt, als sie mich von unserem Sohn fernhalten wollte und sie nicht persönlich angegriffen.

Am Anfang war es Ihr sehr Recht, dass ich fast 50% der Zeit für unseren Sohn gesorgt habe (jeden Freitag bis Sonntag). Er wohnte dann bei mir und ich wechselte auch Windeln , fütterte mit Flascherl (sie hatte schon abgestillt), hatte schlaflose Nächte,.... Es ist für einen alleine sehr viel Arbeit und man braucht auch einmal eine Auszeit und vor allem Zeit für sich selbst. Auch Kindergrippe und Kindergarten halfen dann.
Die naheliegende Regelung war: 50%-50% bzw. 1/2 1/2 für jeden.
Also haben wir ca. 2x pro Jahr eine Terminliste vereinbart, die es bis heute gibt.(Änderungen im Einvernehmen möglich)
Auch finanziell haben wir eine 50%-50% Kostenteilung. (inklusive aller eingebrachten Eigenleistungen). Sie ist zwar damit öfters unzufrieden, sagt aber nicht was sie will.

Sie hatte offiziell immer das Sagen (Kindergarten, Schule,..), ich habe darauf vertraut, daß sie das Beste für unseren Sohn tut. Wenn etwas nicht klappte hat sie sich zwar bei mir beschwert, wollte aber meine Meinung dazu eigentlich nicht hören (siehe auch narzisstische Persönlichkeiten). Ich habe dann öfter beiläufig ein paar Dinge fallen lassen, so wurde sie nicht in Frage gestellt und konnte es annehmen.

Seit ca. 10 Jahren haben diese Vereinbarungen mehr oder weniger gut funktioniert und ich für meinen Sohn auch gesorgt und mit ihm eine gute Beziehung aufgebaut. Bisher jedes zweite Wochenende von Freitag nach Schule bis Montag vor Schule und jeden zweiten Dienstag und Donnerstag nach Schule über Nacht, derzeit ohne Di und Do (angeblich weil sonst so viel Koordinationsaufwand ihrerseits?) sowie Winter und Sommerurlaub. Es gab bisher ca. 1-2 mal pro Jahr einen großen Krach und Machtkampf (meist um eher unwesentliches), nach etwas Pause in der Kommunikation beruhigte sich das jedoch.

Auch in Konflikten habe ich ihr immer Wertschätzung und Respekt entgegen gebracht und sie niemals persönlich angegriffen oder beleidigt. (ist oft sehr schwer gefallen, da sie meist das Gegenteil tut!) Ich war und bin überwiegend mit Abgrenzung von Ihren Machtspielchen beschäftigt.
Die eigene Klarheit ist Vorrausetzung dafür und daran arbeite ich hart.

Sie hatte relativ bald nach unserer Trennung wieder eine Beziehung. 3 Jahre später wieder geheiratet und ein weiteres Kind. Am Anfang kam sie mit Patchwork Familien Büchern zu mir - jetzt wo es Schwierigkeiten gibt, will sie mit mir gar nichts mehr zu tun haben.

Seit ca. 1 Jahr ist sie sehr unter Druck, u.a. auch wegen Schulproblemen unseres Sohnes und zu wenig Anerkennung von mir (?), hat wieder extreme Wutanfälle, schlägt wie wild um sich und wollte mich ganz loswerden und spricht nicht mehr mit mir.(nur mehr Email und SMS) - das hat mich zu Vaterverbot.at geführt.

Gott sei Dank sieht jetzt das "Besuchsrecht" (der Name hat mich immer gestört - ich bin Vater und sorge für meinen Sohn und kein Besucher!!) schon vor, daß Kinder ab 12 bereits erheblich mitbestimmen können, bei wem sie leben wollen. - das weiß sie auch.

Ich werde immer der Vater meines Sohnes sein, komme was wolle.

Siehe auch: Umfrage Gewalttaten / LIEBE statt Gewalt – Macht – Missbrauch
www.vaterverbot.at/vaterforum.html?&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=373

Ich hoffe, daß es bald generell die gemeinsame Obsorge für biologische Eltern von Kindern gibt, da Lebensgemeinschaften oder Heirat kein eigentliches Kriterium darstellen können. Alles Andere wäre nicht zum Wohle der Kinder, ist keine Gleichberechtigung und stellt eine Machtgefälle dar welches zu Machtmissbrauch führt. Natürlich sind einvernehmliche Lösungen immer vorzuziehen und besondere individuelle Lösungen für schwierige Fälle unreifer Eltern im Einzelfall notwendig.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.2010 um 18:48.]



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